Coaching-Beispiele

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... oder die selbstverständliche Notwendigkeit der Veränderung
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Samstag, 19. Mai 2012

Konflikte aufgrund eigener Überlastung


Die Ausgangslage

  • Eine Führungskraft eines Dienstleisters übernahm aufgrund von Krankheit mehrerer Mitarbeiter neben der eigenen Führungsaufgabe auch Aufgaben ihrer Mitarbeiter (einschließlich der Wochenenddienste). Das ging einige Monate gut. Dann beschwerten sich die Mitarbeiter bei der Geschäftsleitung über ihre „gereizte“ Chefin.


Die Umsetzung

  • Ziel war es, der Klientin Raum und Unterstützung zu geben, ihre Situation zu analysieren und nächste Schritte zu überdenken. Es stand zur Entscheidung, in der Führungsrolle zu bleiben und die Probleme mit den Mitarbeitern konstruktiv zu lösen oder eine neue Stelle im Unternehmen zu übernehmen.
  • Zunächst wirkte die Klientin unruhig, verzweifelt. Sie war überzeugt, in ihrer Führungsrolle ganz versagt zu haben und konnte sich ihrer eigenen körperliche Grenzen und Kraft nicht eingestehen.
  • Ein Schritt war, die Situation und das Mitarbeiter-Feedback anzuerkennen. Die Klientin übernahm im Prozess Verantwortung für sich, für den eigenen Körper und die reale Überlastungs-Situationen. Dies ging mit Trauer einher.
  • Die Klientin entschied sich nach dem ersten Coaching-Termin, die Führungsposition aufzugeben und die Stabsstelle in dem Unternehmen anzunehmen, die ihr angeboten worden war.
  • Der zweite Termin war geprägt von den Themen „Abschied nehmen und neu starten“. Die Klientin wirkte ruhig, aber auch resigniert-unlebendig. Sie legte den Fokus auf ihre Fehler und dem Versagens-Gefühl.
  • Wir arbeiteten mittels des Persolog-Persönlichkeitsmodells an ihrem Persönlichkeitsprofil: Die Klientin erkannte, dass auf ihre Schwächen die Mitarbeiter reagiert hatten. Sie stellte auch fest, dass genau ihre Stärken und Fähigkeiten - nämlich perfekt zu analysieren und neue Strukturen schaffen - das Unternehmen gerade dringend benötigt.
  • Und diese Fähigkeiten sind in ihrer neuen Position gefordert. Nach und nach konnte sich die Klientin vom alten Versagensgefühl lösen und sich den neuen Aufgaben nun auch innerlich zuwenden.
  • Die Klientin erarbeite nun noch ein Abschieds-Ritual für sich und ihre Mitarbeiter und stellte positive Kommunikations-Weichen für die neue Position.

Das Ergebnis
  • Die Klientin hat eine Position in ihrem Unternehmen gefunden, die optimal zu ihren Fähigkeiten passt. Der Ablöseprozess aus dem Alten ist gelungen. Die Klientin ging mit Wehmut, gleichzeitig gestärkt aus der verfahrenen Situation heraus. Sie kommunizierte das Geschehne offen mit den Mitarbeitern und verabschiedete sich „würdig“. So konnte sie sich positiv und engagiert dem Neuen öffnen.